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Licht der Hoffnung

Wir halten uns fern und sind für einander da – Licht der Hoffnung!

In diesen Tagen der notwendigen Isolation ist es besonders wichtig, Gemeinschaft im Glauben zu leben. Dies ist auch weiterhin möglich. Inzwischen haben schon weit über 2.000 Gemeinden (Stand 20.3.2020, 13:30 Uhr) EKD-weit zurückgemeldet, dass sie sich der Aktion "Licht der Hoffnung" anschließen wollen – evangelisch, katholisch, freikirchlich, ganze Dekanate und Kirchenkreise.

Im Kirchengemeinderat haben wir beschlossen, dass wir uns an dieser Aktion "Licht der Hoffnung" beteiligen wollen. Dazu haben wir die Läuteordnung während der Koronakrise geändert: Es wird vorerst nicht mehr um 18 und 20 Uhr geläutet sondern um 19 Uhr!

Gerne kann zum Licht im Fenster auch ein Gebet gesprochen werden,. Mancherorts wird auch dazu eingeladen das Fenster zu öffnen und den Choral "Der Mond ist aufgegangen" (Gesangbuch Nr. 482) zu singen.

Wir laden ein am Abend um 19 Uhr zum Geläut der Kirchenglocken

eine brennende Kerze ins Fenster oder auf den Balkon oder in den Garten zu stellen und so füreinander ein Hoffnzungzeichen der Gemeinschaft zu setzen.

Zum Klang der Glocken beten wir für unsere Stadt, unser Land und die Welt.

Jeder Haushalt für sich. Beim gemeinsamen Vaterunser wissen wir uns mit allen verbunden und von Gott gehalten.

Vater unser im Himmel.

Geheiligt werde dein Name.

Dein Reich komme.

Dein Wille geschehe, wie im Himmel so auf Erden.

Unser tägliches Brot gib uns heute.

Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unseren Schuldigern.

Und führe uns nicht in Versuchung,.

sondern erlöse uns von dem Bösen.

Denn dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit.

Amen

Licht der Hoffnung
Licht der Hoffnung

1. Der Mond ist aufgegangen,
die goldnen Sternlein prangen
am Himmel hell und klar.
Der Wald steht schwarz und schweiget,
und aus den Wiesen steiget
der weiße Nebel wunderbar.
2. Wie ist die Welt so stille
und in der Dämmrung Hülle
so traulich und so hold
als eine stille Kammer,
wo ihr des Tages Jammer
verschlafen und vergessen sollt.
3. Seht ihr den Mond dort stehen?
Er ist nur halb zu sehen
und ist doch rund und schön.
So sind wohl manche Sachen,
die wir getrost belachen,
weil unsre Augen sie nicht sehn.
4. Wir stolzen Menschenkinder
sind eitel arme Sünder
und wissen gar nicht viel.
Wir spinnen Luftgespinste
und suchen viele Künste
und kommen weiter von dem Ziel.
5. Gott, lass dein Heil uns schauen,
auf nichts Vergänglichs trauen,
nicht Eitelkeit uns freun;
lass uns einfältig werden
und vor dir hier auf Erden
wie Kinder fromm und fröhlich sein.
6. Wollst endlich sonder Grämen
aus dieser Welt uns nehmen
durch einen sanften Tod;
und wenn du uns genommen,
lass uns in’ Himmel kommen,
du unser Herr und unser Gott.
7. So legt euch denn, ihr Brüder,
in Gottes Namen nieder;
kalt ist der Abendhauch.
Verschon uns, Gott, mit Strafen
und lass uns ruhig schlafen.
Und unsern kranken Nachbarn auch!


Text: Matthias Claudius 1779