Die Kirche und das Geld

 

 

Informationen und Fakten - warum Kirchenmitglieder keinen Euro mehr als zuvor zahlen müssen!

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Wofür braucht die Kirche Geld?

Die Kirchen sind in Deutschland nach dem Staat der größte Arbeitgeber.

Etwa 80% der Kirchensteuer wird für Personalkosten benötigt und ist damit direkt beschäftigungswirksam. Dies bedeutet eine große Verantwortung für Menschen und erfordert regelmäßige Einnahmen. Dabei gibt es eine Vielzahl von Berufen:  Pfarrerinnen, Kirchenmusiker, Erzieherinnen, Jugendreferenten, Psychologinnen und Berater, Gemeindeschwestern, Mesnerinnen und Sekretärinnen.

 

Gebäude müssen unterhalten werden.

Auch dank der Kirchensteuer sind die vielen historischen Kirchengebäude in Deutschland in der Regel in einem guten Bauzustand. Das Kirchengebäude gehört in Stadt und Dorf immer noch zum charakteristischen Erscheinungsbild. Auch Gemeindehäuser, Kindergärten und historische Pfarrhäuser erfordern einen hohen Unterhaltungsaufwand.

 

Unsere Kirche arbeitet auf vielen Feldern des persönlichen und gesellschaftlichen Lebens mit. Fünf Bereiche sind dabei besonders wichtig: 

1. Persönlicher Glaube

Jeder Mensch braucht einen Glauben, eine Zuversicht, eine Hoffnung in seinem Leben.

Darum geht es in den sonntäglichen Gottesdiensten, den Festgottesdiensten im Jahreskreis, bei den Feiern an den Wendepunkten des Lebens: Taufe, Konfirmation, Trauung und Beerdigung.

 

2. Gemeinschaft

Gemeinschaft, Füreinanderdasein und miteinander Schönes erleben wird in vielen Gruppen und Kreisen angeboten und gefördert von der Pekip-Gruppe für Babys über die Spielkreise zu den Jungschargruppen, Gruppen für Jugendliche, Hauskreise, Angebote für älter werdende Menschen. 70 bis 80 Gruppen treffen sich allein in unserer Gemeinde. Dazu kommen Freizeiten und Fahrten.   

 

3. Kultur und Tradition

Unsere Kirche ist ein wichtiger kultureller Faktor in unserer Gesellschaft. Die wunderbaren alten Kirchen sollen erhalten werden. Dies ist nur mit hohem finanziellem Aufwand möglich. Die Kirchenmusik spielt in unserer Kirchengemeinde eine große Rolle: Der Kirchenchor führt regelmäßig Werke der Weltliteratur auf; Gospelchor und Posaunenchor geben ebenfalls Konzerte und wirken bei Veranstaltungen mit; jeden Sonntag ist professionelle Orgelmusik zu hören.

 

4. Zuwendung zum Menschen

Kirche bemüht sich in der Nachfolge Jesu für die da zu sein, die Hilfe und Zuwendung brauchen.

Alle Gemeindeglieder ab 70 Jahren werden jährlich zum Geburtstag besucht.

Die Diakonie-Sozialstation hat ihr Angebot über die traditionelle Gemeindekrankenpflege und die Arbeit im Rahmen der Pflegeversicherung hinaus beträchtlich erweitert:

-   Die Informations- Anlauf- und Vermittlungsstelle berät Menschen, die Hilfe brauchen

-   die Hospizgruppe begleitet Sterbende und ihre Angehörigen

-   die Demenzgruppe hilft altersverwirrten Menschen

-   die Nachbarschaftshilfe ermöglicht das Bleiben in der eigenen Wohnung, auch wenn man sich nicht mehr ganz selbst versorgen kann

-   die Familienpflege hilft, wenn die Mutter durch Krankheit oder Entbindung die Familie nicht selbst versorgen kann.

Im Montagslädle kann man sich günstig mit Kleidung und Hausrat versorgen.

Diakonische Bezirksstelle, Telefonseelsorge,  Suchtberatung, Familienberatung helfen in persönlichen Notlagen.

 

5. Gestaltung der Gesellschaft

In vielen Gruppen und Kreisen, beim Frauenfrühstück und beim Männerabend, bei Vorträgen, Seminaren und Tagungen, aber auch in Landeskirchlichen Akademien wird über die Zukunft der Gesellschaft nachgedacht und versucht, gesellschaftliche Entwicklungen positiv mit zu gestalten.

Woher kommt das Geld?

Kirchensteuer

Die Haupteinnahmequelle ist in Deutschland die Kirchensteuer; das sind in Württemberg 8%, in anderen Landeskirchen 9% der Lohn- oder Einkommensteuer. Die Kirchensteuer wird über die Finanzämter eingezogen. Dies ist der billigste Weg. Die staatliche Finanzverwaltung erhält hierfür 3% des Aufkommens. Dieses beträgt in der Württembergischen Landeskirche jährlich etwa 450.000.000 €. Unsere Kirchengemeinde erhält jährlich etwa 360.000 €.

 

Opfer, Spenden

Opfer bei Gottesdiensten sowie allgemeine Spenden sind eine wichtige Einnahmequelle für die Gemeindearbeit. Anschaffungen müssen davon bezahlt werden. Bei Baumaßnahmen müssen etwa 40% aus Opfern, Spenden, Festerlösen usw. erbracht werden. Die Einnahmen betragen hier jährlich etwa 28.000€    .

 

Gemeindebeitrag - Lauffener Beitrag

Alle Gemeindeglieder werden gebeten, unsere Kirchengemeinde durch einen einmaligen freiwilligen Betrag im Jahr zu unterstützen. Direkt angeschrieben werden die Gemeindeglieder im Rentenalter, da diese weniger oder keine Kirchensteuer bezahlen. Jährlich werden etwa 9.000 Euro gespendet, die voll unserer eigenen Kirchengemeinde zugute kommen.

 

Öffentliche Zuschüsse

Bei öffentlichen Einrichtungen erhalten die Kirchen für ihre Arbeit staatliche Zuschüsse: beim Kindergarten bezahlt die bürgerliche Gemeinde 80% des Fehlbetrages; bei der Diakonie-Sozialstation tragen die bürgerlichen Gemeinden 2/3 des Abmangels.

Interview zum Geld der Kirche mit

Finanzdezernent Oberkirchenrat Dr. Martin Kastrup

Die Affäre um das Finanzgebaren des Limburger katholischen

Bischofs Franz-Peter Tebartz-van Elst hat eine breite Diskussion

um das Geld der Kirche angestoßen. Dabei wird in oft tendenziöser Absicht Richtiges mit Falschem vermischt und so ein Zerrbild von Kirche gezeichnet. Aufklärung darüber, was tatsächlich Stand der Dinge ist, ist dringend erforderlich. Oliver Hoesch hat mit dem landeskirchl. Finanzdezernenten Oberkirchenrat Dr. Martin Kastrup gesprochen.

Hier das Interview in einigen beispielhaften Auszügen.

 

 

 

Zuständiger Webmaster: Markus Hanselmann. E-Mail

Von 100 € Kirchensteuer werden ausgegeben:

50 € für Aufgaben der Landeskirche

Pfarrerbesoldung, Religionsunterricht, Akademien, kirchliche Ausbildung, kirchliche Schulen, diakonische Aufgaben, Kirchenleitung

 

11 € für Aufgaben des Kirchenbezirks

Gemeindediakone, Bezirksjugendwerk, Diakonische Bezirksstelle, Erwachsenenbildung, Dekanat

 

39 € für Aufgaben der Kirchengemeinde

19 € Gemeindearbeit, Jugendarbeit, Erwachsenenbildung, Senioren, Dienst der Pfarrer, Gemeindebüro, Gemeindebrief, Konfirmanden- unterricht, Unterhaltung der Gemeinde- und Pfarrhäuser

 

11,50 € Gottesdienste, Kirchenmusik, Mesner, Unterhaltung der Kirchengebäude

 

5 € Kindergärten

 

3,50 € Verwaltung, Kirchenpflege

 

Der Haushaltsplan unserer Kirchengemeinde kann bei der Kirchenpflege oder beim Gemeindebüro zu den üblichen Dienstzeiten eingesehen werden.

Wer Fragen zur Kirchensteuer hat, bekommt am Kirchensteuertelefon der Landeskirche kostenlos Auskunft.

Unter der kostenlosen Info- Nummer 0 800 / 7 13 7 13 7 geben die Steuerexperten des Oberkirchenrats montags bis freitags von 9 Uhr bis 11.30 Uhr und montags bis donnerstags von 14 Uhr bis

16 Uhr Auskunft. Oder schicken Sie eine E-Mail
mit Ihrer Anfrage an
kirchensteuer@dont-want-spam.elk-wue.de.